#21 Allergien & Klimawandel: Sind Pollen heute aggressiver als früher?
Shownotes
Niesanfälle, juckende Augen, laufende Nase – für viele Menschen beginnt mit dem Frühling auch die leidvolle Allergiesaison. Viele Betroffene haben zudem das Gefühl, dass ihre Beschwerden in den letzten Jahren stärker geworden sind. Welche Rolle spielt der Klimawandel tatsächlich bei Allergien? Warum verlängert sich die Pollensaison und welche neuen Herausforderungen entstehen dadurch für Betroffene und Ärzt:innen? In Episode 20 von „Im Ohr des Patienten“ bekommen Sie Antworten auf diese Fragen. Zu Gast bei Moderatorin Nora Mayr ist Primar Dr. Peter Ostertag, Leiter der HNO-Abteilung am Bezirkskrankenhaus Kufstein.
Mehr Infos zur HNO-Gesellschaft Österreich: www.hno.at Der Podcast „Im Ohr des Patienten“ wird produziert von wepodit.
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00:00:15: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:16: Schön, dass wir uns wieder hören zu einer neuen Episode von Im Ohr des Patienten!
00:00:22: Ich bin Nora Meyer und freue mich sie wieder durch den Podcast begleiten zu dürfen.
00:00:27: Ja Frühlingsgefühle schön und gut doch für viele Allergikerinnen ist die aktuelle Jahreszeit gar nicht so tot.
00:00:36: im Gegenteil
00:00:37: Sie
00:00:37: ließen sich schnupfen sie haben brennende Augen.
00:00:42: Poln-Saison irgendwie jedes Jahr früher startet.
00:00:45: Gleichzeitig hört man auch immer öfter, dass vielleicht auch der Klimawandel unsere Allergien beeinflussen könnte.
00:00:52: Doch stimmt das wirklich?
00:00:54: Werden Allergiene tatsächlich häufiger und stärker?
00:00:58: Darüber spreche ich heute mit Primar Dr.
00:01:00: Peter Osterthag dem Leiter der HNO Abteilung am Bezirkskrankenhaus Kuhstein.
00:01:06: Herr Dr.
00:01:06: Osterthaag vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen!
00:01:10: Sehr verehrte Frau May, liebe Zuhörerinnen und Zuhöre.
00:01:12: Sehr gerne!
00:01:13: Danke schön.
00:01:14: Herr Promar ich habe Sie gerade schon angesprochen.
00:01:16: viele Menschen haben das Gefühl dass die Allergien immer stärker und häufiger auftreten.
00:01:22: Täuscht dieser Eindruck oder kann man es tatsächlich bestätigen in den letzten Jahren?
00:01:28: Was sehen denn sie da als Experte für eine Entwicklung auch in der Praxis?
00:01:33: Ja, das täuscht leider gar nicht.
00:01:35: So haben im Gegenteil Allergien in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen.
00:01:40: und auch wenn wir bei Erwachsene mittlerweile ein gewisses Plateau beobachten so sehen wir vor allem bei Kindern und Jugendlichen eine weitere Zunahme der Häufigkeit an allergischen Erkrankungen.
00:01:51: immerhin leiten mittlerweile circa ein Viertel aller Österreichern an Österreicher Und wir beobachten leider, dass diese Belastungen durch eben allergische Erkrankung seines zeitlichen Belastungs- oder die Schwere der Erkankungen weiter zunehmen.
00:02:06: Und welche Rolle?
00:02:07: Wenn man gleich zum Thema kommen spielt da auch der Klimawandel weil ich meine es verändert sich alles.
00:02:12: Es verändert sich natürlich dadurch auch die Pflanzenwelt.
00:02:16: Was hat sich denn in den letzten Jahren getan was sie so mitbekommen?
00:02:22: Ja, die Frage nach der Rolle des Klimawandels ist tatsächlich eine sehr umfassende Frage.
00:02:28: So gibt es nämlich Veränderungen, die direkt durch den Klimawandel bedingt sind vor allem durch die höheren Temperaturen und auf der anderen Seite sehen wir auch eine Zunahme der Belastungen durch wiederum Ursachen, die den Klimewandel erst bedingen.
00:02:41: aber lassen Sie mich vielleicht ausführen höhere Temperaturen bedeuten vor allem eine längere Zeit der Allergie-Saison.
00:02:50: So bewirken nämlich höhere Temperaturen eine Verlängerung der Vegetationsperiode und damit einen deutlich längeren Zeitraum der Belastungen durch Polenallergene.
00:03:00: Und wir finden auch viele Pflanzen, auch Neube uns eingeführt oder sich ausbreitende Pflanzenarten durch den Klimawandel und die dann bessere Wachstumsbedingungen erfahren.
00:03:11: Also das heißt dieser Eindruck täuscht tatsächlich nicht?
00:03:14: Es startet früher...
00:03:15: Auf der anderen Seite ist noch der zweite Teil meiner Erklärung.
00:03:19: auf der anderen seite bewirken Umweltschadstoffe auch direkt zum Beispiel Schwevedioxid, Kohlenmonoxid oder Ozone eine Zunahme der Pollenmengen Konzentration sowie eine Steigung deren Allergenität, wenn sie also so wollen.
00:03:34: Eine Steigung der Aggressivität der Pollen und Luftschadstoffe haben auch noch eine Adjuwante das heißt die allergie verstärkende Wirkung und erleichtern dann auch die Sensibilisierung gegen Allergene.
00:03:47: Also
00:03:47: es kommt da einiges zusammen, höre ich raus blöderweise in den letzten Jahren.
00:03:51: Es dauert länger und es ist intensiver und es sind neue Komponenten die da mitspielen.
00:03:57: kann man das so zusammenfassen?
00:04:00: Ganz richtig.
00:04:01: Jetzt bin ich Gott sei Dank in der glücklichen Lage, dass sich das gar nicht so nachvollziehen kann weil ich glücklicherweise von allergien gar nicht betroffen bin.
00:04:10: aktuell schauen wir mal wie es weitergeht kann man ja glaube jederzeit bekommen.
00:04:15: was sind denn so die haupt Symptome mit denen sie täglich in der praxis konfrontiert werden?
00:04:21: also wenn Sie die nase meinen als als wichtigstes oder häufigstes organ welches durch Allergien erkrankt ist, dann sehen wir dass die Nase grundsätzlich gegen jede Affektion mit vier Symptomen reagieren kann.
00:04:35: Die wir auch alle kennen weil wir alle hatten auch schon mal eine Erkältung ein Schnupfen und genauso ist es natürlich auch bei dem allergischen Schnupf.
00:04:43: Die Nase kann nämlich einmal reagieren mit Dysästhesie wie Schmerzen- und Juckeits Dann mit einem Niesreiz also mit Niesattacken drittens mit einer Nasenatmungsbehinderung Die Nase geht zu und viertens mit einer nasalen Sekretion, sei es nach vorne wie eine aktive Anteiorerinorö, sprich die Nase läuft oder wir müssen uns vermehrt schneutzen.
00:05:07: Oder nach hinten im Sinne einer postnasalen Sekrektion.
00:05:12: Das sind dann diese unangenehmigen Geäusche!
00:05:15: Und wichtig ist das saisonale Allergien häufig alle vier Symptome verursachen.
00:05:21: Zum Beispiel ein Häuschenupfen-Patient geht auf eine blühende Frühlingswiese und muss plötzlich niesen, die Nase läuft und geht zu.
00:05:29: vielleicht jucken und tränen auch noch die Augen.
00:05:32: Ich glaube so alle stellen wir uns ja in etwa eine Allergie vor.
00:05:35: und schwieriger wird es da schon bei perennialen Allergien also ganzjährigen Allergieren.
00:05:41: So klagen zum Beispiel Patienten mit einer Hausstaubmilbenallergie oft nur über einen Nasenatmungsbehinderung ganz isoliert.
00:05:49: Die fragt man haben sie Allergien und sagen, ich krieg plus keine Luft.
00:05:53: Aber das kann eben das einzige Symptom einer perennialen Allergie sein.
00:05:57: Und deshalb werden auch perenniales ganzjährige Allergiene häufig nicht als Allergy
00:06:02: erkannt.".
00:06:03: Herr Primavi, haben Sie ja schon zu Beginn ein bisschen angesprochen?
00:06:06: Es wird ja immer wieder genannt die verlängerte Pollen-Saison.
00:06:09: Warum ist es eigentlich so dass die mittlerweile früher beginnt und länger dauert und gibt's bestimmte Pflanzen oder Pollen ab?
00:06:18: die jetzt durch ein Klimawandel wirklich sehr lästig geworden sind, das früher vielleicht noch gar nicht zu warnen.
00:06:24: Okay zwei Fragen.
00:06:26: einmal die verlängerte Pollen-Saison ganz richtig und zwar kommt dies durch die höheren Temperaturen durch den Klimawandel.
00:06:34: dadurch startet die Blüte vom Pflanzen und damit auch die Altergienbelastung früher endet aber nicht früher, weil der Eintritt des Spätherbstes oder der Zeitpunkt des Winters vor allem durch die Tageslänge bedingt ist und die ändert sich ja nicht.
00:06:50: Zum Beispiel hat sich die Haselblüte seit deinerneinundfünfzig um ca.
00:06:54: ein Monat verfrüht.
00:06:57: Hasel aber auch zum Beispiel die Purpoerle blüht mittlerweile schon im November – nicht erst im Februar oder im Jänner sondern tatsächlich in im November.
00:07:06: Und manchmal fliegen auch noch die letzten Gräser oder Brennnesselpollen im November.
00:07:11: Also wir können sagen, hatte der Patient früher mit saisonalen Allergien noch Ruhephasen also Phasen ohne Belastung?
00:07:19: So haben viele Adlergiker mittlerweile auch bei nur saisonal Allergin doch tatsächlich ganzjährige Beschwerden.
00:07:27: und die Frage ob es bestimmte Pflanzen gibt, die da besonders lästig geworden sind ja Dies gibt es.
00:07:33: Das sind die bereits angeführten Frühblüher, gemeint sind da mit Bäume zum Beispiel Birke, Erle und Hasel aber auch die Gräser und vor allem auch Pflanzen sogenannte Neofütten also Pflanzen, die erst durch den Menschen oder dem Klimaanwandel eingeführt sind oder bessere Wachstumsbedingungen bekommen haben.
00:07:54: Und da ist vor allen anderen zu nennen das beifuß- blättige Traubengraut wissenschaftlicher Name Die Ambrosia unter der sie auch bekannt ist Genauer Ambrosia, Artemis eupholia oder auch Englisch ragweed genannt.
00:08:08: Ah ok jetzt haben sie mich weil ich eben nicht kenne es unter ambrosia oder ragweed.
00:08:13: den ersten Namen kann ich nicht mal wiederholen.
00:08:16: Das gibt's ganz viele Bezeichnungen für diese Pflanze
00:08:18: Aber warum ist denn genau die so böse Unter Anführungszeichen für Leergegrinner?
00:08:24: Nun die Ambrosias hat ein sehr großer allergene Bedeutung wie Sie schon richtig sagen und das liegt vor allem daran dass die sehr viele Pollen produziert, da unterscheiden sich die Pflanzen.
00:08:36: Diese Pflanze produziert sehr viele, die auch eine sehr hohe Allergenität, wenn sie so wollen, eine hohe Aggressivität besitzen.
00:08:46: Das beginnt mit einer hohen Sensibilisierungsrate also der Wahrscheinlichkeit das, wenn ich Kontakt mit der Pflanz habe.
00:08:52: Ich auch mich tatsächlich gegen sie sensibilisiere als ersten Schritt hin zu allergischen Erkrankungen.
00:08:59: Auf der anderen Seite sind die Ambrosia-Pollen auch sehr klein, können also problemlos tief eingeatmet werden und vorursachen damit auch gern asthmatische Beschwerden.
00:09:10: Jetzt berichten ja viele Allergiker und Allergikerinnen, dass sie wirklich das Gefühl haben, die Symptome werden irgendwie immer blöder jedes Jahr!
00:09:18: Also die Augen sind noch mehr geschwollt, die Nase ist noch mehr zu ... Sehen Sie das so in der Praxis?
00:09:24: Und vor allem gibt es da einen Grund auch warum das so ist?
00:09:28: diese vermehrte Allergenität, also die vermehrt der Aggressivität war das.
00:09:33: Und es stimmt ... Also dieser Eindruck, den ein viele Patienten schildern, der täuscht nicht.
00:09:38: Denn Umweltschadstoffe bedeuten in der Regel für Pflanzen einen Stress so, als die Pflanzen sind tatsächlich gestresst und produzieren damit auch mehr Allergien.
00:09:48: Wir bezeichnen eine erhöhte Anzahl aber auch eine erhöht Konzentration An Polen, das sieht man zum Beispiel bei Birken.
00:09:58: Dass die unter einer steigenden CO-II Konzentration in einem der wichtigen Klimagase tatsächlich eine erhöhte Polenkonzentration produzieren.
00:10:09: und wiederum durch direkte Wirkung der Umweltschadstoffe können Polen dann auch tatsächlich allergener aggressiver werden.
00:10:18: Wieder zum Beispiel die Birkenpollen konnte nachgewiesen werden, dass durch eine erhöhte Ozonekonzentration der Allergengehalt deutlich gesteigert werden kann.
00:10:28: Also die Kombination einfach auch aus den Umweltbelastungen und dem Klimawandel ist halt für Allergikerinnen nicht so toll.
00:10:37: Hör ich da raus aus ihren Antworten?
00:10:39: Ganz richtig.
00:10:41: Vielleicht gehen wir mal, jetzt haben wir eh viel über die Umstände gesprochen.
00:10:44: Es hat sich offensichtlich was getan durch ein Klimawandel bei den Allergien in den letzten Jahren.
00:10:50: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es denn heutzutage für Allergiker und Allergickerinnen?
00:10:57: Nämlich von Medikamenten bis hin zur spezifischen Immuntherapie.
00:11:02: vielleicht gehen wir da ein bisschen drauf ein.
00:11:04: Ja grundsätzlich beruht die Allergetherapie auf drei Säulen Und zwar die erste Säule, die sogenannte Allergenvermeidung oder auch Allerginkarenz.
00:11:15: Ganz klar habe ich keinen Kontakt mehr mit meinen krankhautsauslösenden Argens.
00:11:19: in dem Fall das Allergin so werde ich auch keine Beschwerden haben.
00:11:23: Da muss man allerdings einschränken sagen dass sich bei ganzjährigen Allerginen der Kontakt noch einigermaßen mildern lässt zum Beispiel die Hausstaubmilbe.
00:11:33: da können wir was machen weil es sesonalen Allergien ist dies hier doch Kaum möglich, weil während einer Saison die Allergenie, sprich die Pollen einfach ubiquit her nämlich überall vorhanden sind.
00:11:45: Den kommen wir einfach schlecht aus!
00:11:48: Die zweite Säule ist die symptomatische Therapie.
00:11:52: Wohl gut die medikamentöse Therapie da muss man aber einschränken sagen dass Medikamente den Verlauf eine allergischen Erkrankung nicht beeinflussen.
00:12:02: Es kommt nicht zu einer Ausheilung, wie wir es zum Beispiel beobachten beim bakteriellen Infekt.
00:12:08: Wie ich dann Antibiotik komme?
00:12:09: Dann kann dieser ausheilen.
00:12:11: bei Allergien ist das nicht so.
00:12:13: Setzt sich das Medikament ab, ist die Erkrankung und die Allergie in gleicher Form wieder da.
00:12:19: Ich unterdrücke also nur mit dem Medikament die Symptome Und was auch ganz wichtig ist, ich beeinfluse auch mit Medikamente nicht den spontanen Verlauf der Erkrankungen der leider sagt in aller Regel, ca.
00:12:33: dreißig Prozent sehen wir eine Ausweitung des Allergenspektrums, sprich ich bin am Anfang nur allergisch gegen die Gräser dann kommen andere saisonale Allergene dazu und dann kommt perreniale Allergiene dazu und ich werde also immer allergischer und ca.
00:12:47: vierzig Prozent oder auch mehr erfahren im Laufe ihrer Allergekartagiere.
00:12:53: eine Ausweitung von den oberen auf die tieferen Atemwege also vom allergischen Schnupfen der Rhenitis-Allergiker in zum Asthma-Pronchale.
00:13:02: Und das können wir durch Medikamente nicht verändern, dass können wir nur durch die dritte Säule der Allergietherapie, nämlich der spezifischen Immuntherapies, die auch Hyposensibilisierung genannt wird – das ist übrigens die einzige kausale Therapie.
00:13:18: Also eine Therapieform, die zugrunde liegende Erkrankung behandelt, nämlich eine Fehlräderregulation unseres Immunsystems.
00:13:27: Wir wollten ja eigentlich tolerant sein gegenüber aller Gene, die natürliche Stoffe sind aber unser Immunystem ist bei einer Allergie fehlgeleitet es reagiert mit einer krankmachenden Überempfindlichkeit und diese kann ich behandeln mit einer Hyposensibilisierung Spezifischen Immuntherapie genannt, indem ich das als Krankheitsauslösende Agends anfange in kleiner steigender Dosierung und dann in höherer Dosierung einen gewissen Zeitraum in der Regel drei Jahre durchgehend gebe.
00:13:57: Aber das heißt irgendwann im besten Fall habe ich dann keine Allergie mehr wenn ich das mache?
00:14:03: Kann man das so sagen?
00:14:06: Im besten Fall, sie formulieren sehr gut ist es so?
00:14:10: also wir haben eine sehr gute Datenlage die mittlerweile Therapieformen.
00:14:16: also man muss natürlich auch obach geben.
00:14:17: welches Präparat gibt man?
00:14:19: da gibt es eine tolle Leitlinie der.
00:14:20: kann man deren wirksamkeit klinisch nachgewiesene Wirksamkeit nachschauen.
00:14:25: Da haben wir sehr, sehr gute Daten.
00:14:27: Wir sehen eine deutliche Abmilderung allergischen Beschwerden bis hin.
00:14:34: Das wäre natürlich das oberste Ziel, wenn es irgendwie möglich ist.
00:14:38: Was können denn Betroffene selbst tun?
00:14:41: trotzdem?
00:14:44: Wenn man Probleme hat weiß man das eh schon ungefähr.
00:14:46: aber gibt's irgendwelche Tipps trotzdem, wenn jetzt gerade wieder die Zeit so mühsam ist was man im Alltag umsetzen kann damit man es ein bisschen lindert.
00:14:57: Natürlich, Medikamente nehmen ist eh klar und da hat jeder dann schon seinen Plan wahrscheinlich.
00:15:01: Aber vielleicht haben Sie ein paar Tipps für uns noch trotzdem?
00:15:05: Ich würde dem Patienten raten einen Spezialisten aufzusuchen.
00:15:10: Auf alle Fälle würde ich den Patienten davon abraten, komplementäre Therapien zu versuchen zum Beispiel irgendwelche Salden in die Nase zu applizieren.
00:15:18: Auf eine Eigenblutherapie oder Akupunktur rate ich ganz klar ab Wenn Sie sagen, ohne passende Medikamente oder ohne eine spezifische Immuntherapie.
00:15:30: Was kann ich tun?
00:15:31: Da bleibt eigentlich den Patienten mit einer saisonalen Allergie nur dass es ein Tagesablauf an die allerginen Belastung anpasst also zum Beispiel Apps installiert, Polnwarndienste aufsucht und sich Informationen holt wann sein Allergien eine besonders starke Allergy die Belastung, also mit hohen Konzentrationen aufweist und da dann zu diesem Zeitpunkt körperliche Anstrengungen meidet.
00:16:01: Das ist eigentlich so das Südholste!
00:16:04: Bei mir ist jetzt auch ein bisschen diese Idee in den Kopf gekommen von Sonneneinstrahlung zur höchsten Zeit gegen Mittag vermeiden zum Beispiel und so sollte vielleicht der Lehrgeger dann auch in diesen Zeiten wo die App das sagt dann schauen dass er vielleicht nicht unbedingt wie sie das sagen körperlich anstrengenden macht.
00:16:22: Kann man das so sehen?
00:16:24: Ja und nein, also Sonne an sich macht eigentlich nichts.
00:16:27: Also wäre jetzt kein Problem.
00:16:29: Es stimmt aber wenn vermehrt Sonnenscheid dann ist es trocken Dann wird die Pflanze angeregt die Polen freizusetzen.
00:16:38: Umgekehrt beobachten wir sie ja dass wenn es regnet Die Polen aus der Luft gewaschen werden unter Allergiker weniger Beschwerden hat, insofern stimmt es.
00:16:46: Aber einfach mal die Pollen-App anschauen und wenn sie sagt heute besonders hohe Belastung durch mein Allergehen als zum Beispiel Häserpollenbelastung dann eben keine Mountainbike Tour machen sondern doch Scharfkupfen
00:16:58: schach
00:16:58: spielen oder ähnliches.
00:17:00: Ja Herr Bremer vielleicht machen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick in die Zukunft.
00:17:05: Welche Entwicklungen erwarten Sie denn jetzt medizinisch gesehen da in den nächsten Jahren?
00:17:11: Ich meine, es tut sich ja sehr viel in der Medizin die ganze Zeit.
00:17:14: Gott sei Dank!
00:17:15: Aber auch beim Thema Allergien gibt's da irgendwelche erfolgsversprechenden neuen Ansätze von denen sie berichten können?
00:17:22: Ja also ganz grundsätzlich befürchte ich dass sich die Belastung durch allergische Erkrankungen tatsächlich noch weiter verstärken wird.
00:17:33: Forschung da nicht in Stich lässt und dass wir in Zukunft bessere Therapieformen haben werden.
00:17:39: Zum Beispiel Hyposensibilisierungen, also spezifische Immuntherapien mit effektiven aber dem Patientinnen weniger belastenden Therapieregimen zum Beispiel Kurzzeittherapin oder auch anderen Applikationswegen oder Applikation Formen.
00:17:57: das wäre eine Hoffnung.
00:17:59: Na gut, dann hoffen wir dass das bald kommt für die Allergiker und für die Alergikerinnen.
00:18:04: Vielen Dank Herr Primard, Dr.
00:18:06: Ostertag!
00:18:07: Für diese Einblicke ins Thema Allergie- und Klimawandel.
00:18:11: Wir nehmen mit Allergien sind kein reines Frühlingsthema mehr, durch ein Klimawandel verändert sich die Pollensaison.
00:18:18: sie startet früher, dauert länger und bringt natürlich damit neue Herausforderungen für Betroffene mit sich.
00:18:26: umso wichtiger haben auch gehört ist eine gute Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung.
00:18:33: Danke, Herr Primar!
00:18:34: Ich wünsche Ihnen alles Liebe und ich hoffe Sie sind kein Allergiker selbst!
00:18:42: Vielen herzlichen Dank.
00:18:43: Ich hab's gern gemacht, auch allen zuhören und zuhörern noch herzlich die Grüße!
00:18:48: Danke schön.
00:18:48: Danke auch an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer fürs Erneute einschalten.
00:18:54: Und gleich noch der Hinweis abbonieren Sie unseren Podcast im Ohr des Patienten auf Ihrer Lieblings-Podcastplattform beispielsweise auf Spotify oder auf Apple Podcasts.
00:19:05: dann bekommen sie eine Benachrichtigung sobald wieder eine neue Folge
00:19:09: erscheint.
00:19:10: Bis zur nächsten Folge und bleiben Sie gesund!
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