#22 Wenn sich der Job auf Ohren oder Stimme schlägt – HNO-Risiken im Beruf
Shownotes
Lärm, Staub oder dauerhafte Stimmbelastung – es gibt viele Jobs, die unsere Ohren, die Stimme oder auch die Atemwege dauerhaft stark beanspruchen. Welche Berufsgruppen sind hier besonders gefährdet? In dieser Folge von „Im Ohr des Patienten“ spricht Moderatorin Nora Mayr mit Univ.Prof. Dr.Michael Zrunek und Univ.Prof.Dr. Christian Wolf darüber, welche Risiken im Arbeitsalltag bei Bauarbeiter:innen, Lehrer:innen und Co. oft unterschätzt werden, wann Beschwerden ernst zu nehmen sind und welche präventiven Maßnahmen helfen, um langfristige HNO-Schäden im Job zu vermeiden.
Mehr Infos zur HNO-Gesellschaft Österreich: www.hno.at Der Podcast „Im Ohr des Patienten“ wird produziert von wepodit.
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00:00:15: Herzlich willkommen!
00:00:16: Schön, dass wir uns wieder hören zu einer neuen Episode von im Ohr des Patienten.
00:00:22: Ich bin Nora Meyer und freue mich Sie durch den Podcast begleiten zu dürfen.
00:00:28: Der ewige Lärm auf der Baustelle, so ständige Lautreden vor den Kindern im Klassenzimmer ja es gibt viele Jobs die unsere Ohren oder unsere Stimme stark beanspruchen können.
00:00:41: aber was können wir hier selber tun?
00:00:44: um im HNO-Bereich auch langfristig fit zu bleiben.
00:00:49: Dazu begrüße ich heute die beiden Universitätsprofessoren Dr.
00:00:53: Michael Zunek und Dr.
00:00:55: Christian Wolf bei mir vor dem Podcast-Mikrofon.
00:00:58: Vielen Dank, dass Sie beide sich heute Zeit nehmen!
00:01:01: Sehr gerne!
00:01:03: Ich starte gleich einmal allgemein, wenn man an Gesundheitsrisiken im Beruf denkt.
00:01:09: Dann fallen einem ja oft gleich mal Rückenproblemen Stress ein.
00:01:13: Das sind so die zwei Hauptfaktoren, die man kennt.
00:01:17: HLO Erkrankungen daran denkt man jetzt vielleicht nicht gleich.
00:01:21: wie groß würden Sie denn sagen ist dieses Problem tatsächlich?
00:01:27: Ja es ist nämlich so dass hier die HNO ziemlich ver... nachlässigt wird, weil bis vor kurzem waren die Berufskrankheiten im HNO-Gebiet die zahlenmäßig größten.
00:01:40: Nämlich die Berufskrankheiten, die durch Lärm entstehen – also die Lärmschwerhörigkeit.
00:01:46: Daneben finden sich noch im Hno-Bereich Berufsanerkrankungen, die auf Allergien zurückzuführen sind hier in besonderem an der Nase und Veränderungen die bis zu einem Karzinom gehen können durch Belastung von Holzstaub, Hartholzstaub oder die Belastungen aus Best hier im Kelkopfbereich.
00:02:14: Also das sind schon einige Themen, die es da quasi gibt.
00:02:18: Herr Prof.
00:02:18: Wolf möchten Sie denn noch was ergänzen dazu?
00:02:22: Ich glaube man muss ja zusätzlich anführen und dass Es gibt zwei berufsassociierte Erkrankungen, wenn man so will.
00:02:34: Das eine sind Erkranke, die gelistet sind
00:02:39: in
00:02:40: einer Liste als Anhanganlage eins zum allgemeinen Sozialversicherungsgesetz.
00:02:47: Das hat nämlich eine große rechtliche Bedeutung denn, wenn bereits der begründete Verdacht besteht einer solchen Erkrankung, dann ist von jedem probierten Arzt und jeder Ärztin natürlich eine Melddok durchzuführen.
00:03:05: Das hat unter Umständen große Bedeutung, wenn unterlassen wird diese Meldung zu machen.
00:03:14: Es könnte sein dass die Betroffenen Personen oder der Krankheit betroffene Personen einen Begehren haben das zu entschädigen weil sie zum Beispiel, um ein Geld gefallen sind das bei Anerkennung einer Berufskrankheit ausgezahlt würde.
00:03:33: Davon sind abzutrennen.
00:03:34: jetzt berufsassociierte Kranken, die zwar durch den Beruf möglicherweise entstanden sind aber nicht in dieser Liste angeführt sind.
00:03:44: hier gibt es keine Meldepflicht also zb Die Heißerkeit wenn man jetzt berufelich lange spricht ist keine Berufskrankheit Burnout ist keine Berufsgrankheit.
00:03:56: Und noch anzuführen, dass wir seit zwei Jahren eine Erweiterung dieser Berufskrankheiten-Diste haben und zum Beispiel auch maligene Erkrankungen im Hautbereich des Gesichtes also z.B.
00:04:12: Nase oder Ohrmuschel durch UV-Strahlen eine Schädigung im Sinn eines Katzenons entstehen kann Und das betrifft natürlich auch den HNO-Bereich und was sicher nicht funktioniert, ist dass man sagt wir überweisen dem Patienten zum Thermatologen.
00:04:31: Der wird schon die Anzeige machen.
00:04:32: also auch hier werden die Kolleginnen und Kollegen vom HNO Bereich verpflichtet das zu melden als mögliche oder
00:04:40: sichere
00:04:41: Berufsgangkeit.
00:04:43: Mir würde zum mal interessieren, Berufskrankheiten oder Berufsgruppen, wenn wir uns genauer anschauen.
00:04:48: Was sagen denn Sie?
00:04:49: Welche Gruppen sind aus HNO-Sicht besonders gefährdet und warum?
00:04:55: Also Berufsgroup mit hoher Lernbelastung ist klassischerweise die Baubranche, die Holzbranche Straßenbauer, Zimmermann, Tischler etc.. dann die gesamte metallverarbeitende Industrie, also Schlosser zum Beispiel, Bediener von Maschinen.
00:05:15: Dann haben wir das Transportwesen als klassiker Bodenpersonal am Flughafen zum Beispiel.
00:05:23: Wir haben dann andere Berufe wie Steinmetzer zum Beispiel nicht zu vergessen – die Musikbranche, also die Lärmschwerhörigkeit bei Berufsmusikern.
00:05:35: Ich glaube ich ist allgemein bekannt.
00:05:38: Was mir immer wieder auffällt auch in Lokalen, dass von Seiten der Architekten oder wenig bis gar nicht auf die Akustik geachtet wird.
00:05:50: Wenn man ja in einem vollen Lokal sitzt das ist oft dermaßen laubt, dass man sich kaum verständigen kann allenfalls schreiend und da darf man nicht vergessen, dass dort Personalstunden lang arbeitet.
00:06:05: Dann lernt und vorerst betrachtet, dass es gibt viele Bereiche und neu dazugekommen eben das UV-Licht, das dann die Karzynome im Hautbereich macht an den sogenannten Lichtterraßen.
00:06:21: Und da sind wieder Homebauer-Arbeiter, die jetzt zum Beispiel im Sommer arbeiten oder Forstarbeiter etc.
00:06:28: Es ist ein sehr großer Bereich der betroffen ist.
00:06:32: Sie haben es ja ein bisschen angesprochen – UV-Ausstrahlung ist neu dazugekommen und eben gehört natürlich Lärmbelastung.
00:06:38: Herr Prof.
00:06:38: Zoneck auch die Stimme ist ja bei vielen Berufen stark gefordert.
00:06:43: Ich denke jetzt an einen Lehrerberuf, ich denke an mich als Moderatorin.
00:06:47: Ich war früher auch lange in Radiotätik.
00:06:50: Was sind denn hier Probleme, die über die Jahre entstehen können?
00:06:53: Beziehungsweise wie können wir hier selbst vorbeugen.
00:06:57: Ja, die Probleme, bei sogenannten Sprechberufen entstehen, sind immer wiederkehrende Heiserkeit und Reusparzwang.
00:07:06: Das heißt eine Überbelastung der Stimme wobei hier oft zugrunde liegt dass die Stimme nicht richtig gebraucht wird.
00:07:14: in dem Fall ist es eben sinnvoll und zweckmäßig die Stimme zu untersuchen.
00:07:20: Es gibt ja eigene Stimmuntersuchungsärzte, sogenannte Pfoniata wo darauf geschaut wird dass die Stimmbänder und die damit verbundene Muskulatur beim Sprechen richtig zum Einsatz kommt Und es kann im Fall das nicht der Fall ist Dass man richtig spricht eine Sprechterapie eingeleitet werden um entsprechend die Stimmwerkzeuge einsetzen zu können.
00:07:51: Was sind so erste Anzeichen, wo man da ein bisschen vielleicht hellhörig werden sollte und vielleicht sich doch überdenken sollte dass man da was tun soll?
00:08:00: Wenn man längere Zeit spricht das man immer wieder zu einem Wasserglas greifen will wenn man sich reispern will wenn die Stimme auch nach einem vielleicht nicht so langen Sprechen von einen zehn Minuten fünfzehn Minuten heißer wird Dann sind das schon die ersten Anzeichen, die eigentlich zu einem Phoniater beziehungsweise dann zur Therapie zu einem Logobäden oder einer Logopädin führen sollte.
00:08:25: Herr Professor Wolff wir haben es vorher ja eben angesprochen UV-Belastung auch Lärmbelastung was sind denn da so Anzeiche?
00:08:32: Also wann sollte ich als Bauarbeiter zum Beispiel mir überlegen naja jetzt gehe ich doch vielleicht einmal zum Heißnassen Ohrenarzt und dann eben der mit zum Hautarzt leitet's und lass mal das anschauen.
00:08:45: Was die Haut betrifft, sieht man dann als beginnende Problematik.
00:08:51: Dass die Haut so trocken wird, rötet und verschorft ist.
00:08:56: Das nennt sich akthinische Keratose in diesem Fall und sollte dann dermatologisch begutachtet werden.
00:09:04: Ich möchte noch nachtragen zu den Lärmbelastungen.
00:09:09: was auch vielleicht nicht allgemein so bekannt ist, dass die Kombination von nervenschädigenden Substanzen, die beispielsweise eingeatmet werden wie manche Lösemittel oder Schwermetalle plus Lärmbelastung hier über additiv wirken kann.
00:09:27: Das würde bedeuten wenn man jetzt eine massive chemische Belastung hat wird ja eigentlich nicht vorkommen.
00:09:34: sollte aber immer wieder passiert und zusätzlich eine Lärmbelastung kommt, könnte es sein dass auch unterhalb dieser empfohlenen Grenzwerte erst zu einer Schädigung des Gehörer ganz kommen kann.
00:09:52: Wer dann ebenfalls natürlich einen Berufsgang hat?
00:09:56: Ich würde gerne noch eingehen auf das Thema Staub oder trockene Luft.
00:10:02: Welche Auswirkungen kann denn das auch auf die Atemwege langfristig haben?
00:10:06: Oder ich spreche jetzt ganz banal von der Dauerzugluft im Büro.
00:10:13: Die Zugluft ist natürlich ein Thema, aber keine Berufskrankheit kann daraus resultieren.
00:10:21: Man darf sagen dass ja die Verhältnisse an den Arbeitsplätzen sind genau geregelt beispielsweise durch die Arbeitsstättenverordnung.
00:10:31: Da ist auch das Raumklima geregelt, da ist die Luftgeschwindigkeit gereglt.
00:10:36: Man kann ja das sich zum Teil selbst einrichten und man muss nicht unbedingt vor einem offenen Fenster sitzen, wo es dann auf den Lacken war kaltereim Blass.
00:10:45: Also ich hatte so einen Fall in meiner Begutachtungspraxis, wo der Büroleiter saß genau vor dem Ausblas-Öffnung der Klimaanlage unthotbert Es kalt die Luft in den Macken geblasen und ist mit einer Heißkrause im Büro gesessen.
00:11:07: Und ich habe gesagt, warum verschieden sehe nicht denn Tisch an zwei Metern nach links oder rechts?
00:11:13: Sagt dann nein!
00:11:13: Ich will hier sitzen ja und das war sicherlich auch ein psychisches Problem oder eine psychische Problem sondern es gab da gewisse Unstimmigkeiten auch mit dem Vermieter.
00:11:28: also man kann vieles selbst regelt, aber wie gesagt es ist alles geregelt.
00:11:34: und man darf sagen eigentlich kann man mit Stolz sagen wenn man sich in Österreich an die doch sehr sehr strikten Vorschriften hält dann ist ein Gesundheitsschaden jetzt durch das Klima.
00:11:48: nicht wirklich auszumachen und man kann ja auch über die Kleidung zum Beispiel sehr viel regeln.
00:11:54: Herr Professor Zuneig, was ich noch gerne ansprechen würde ist es gibt ja auch HNO-bedingten Schwindel.
00:12:01: Was ist denn da oder was sollte man denn da beachten?
00:12:04: Oder wann tritt der oder kann auftreten?
00:12:08: Also HNO bedingter Schwindl ist ein Schwindel der von den äußeren Gleichgewichtsrezeptoren ausgelöst wird.
00:12:17: Dazu zählen die Bogengänge.
00:12:19: Wir haben drei Bogen-Gänge, Parig angeordnet und dann noch zwei Organe, die die Bewegung in der Horizontal und in den senkrechten messen können.
00:12:31: Man unterscheidet drei Qualitäten von Schwindel, die bei HNO Erkrankungen auftreten können.
00:12:38: Das ist ein Drehschwindel das ist ein Schwangschwindl und das ist das Liftgefühl als würde man mit einem Lift hinauf oder hinunterfahren.
00:12:48: Prinzipiell sind solche Erkrankungen keine Berufskrankheiten.
00:12:52: Manchmal sind sie assoziiert mit anderen Veränderungen, z.B.
00:12:57: in der Halswirbelsäule die dann wieder durch eine berufliche Tätigkeit ausgelöst werden können.
00:13:04: wenn man eine schlechte Haltung zum Beispiel vor dem Computerschirm hat löst das eine zusätzliche Verspannung und Fehlhaltung im Bereich der Haldswirbelsage aus und kann ebenfalls zu schwindel führen.
00:13:18: Also da sind manigfaltige Faktoren, die daran wahrscheinlich auch mitspielen können.
00:13:23: In der Regel ist es so dass also neben diesen Formen der Veränderung an einer Wirbelsäule und einem Gleichgewicht zu Afghanern oft auch ein Stressfaktor beobachtet wird.
00:13:33: das wird also dahingehend interpretiert, dass er ja eine allgemeine Körperspannung im besonderen im oberen Bereich im Kopf- und Heißbereich zusätzlich vorhanden ist und auch im Schulterbereich.
00:13:48: Herr Prof.
00:13:48: Wolf, Sie haben es eh schon angesprochen vorhin Arbeitgeber Stichwort Arbeitsschutz.
00:13:53: das ist eigentlich grundsätzlich ganz gut geregelt.
00:13:56: trotzdem auch vielleicht wenn wir jetzt schon Richtung Schluss der Episode kommen.
00:14:01: wichtig ist einfach dass man selber auch natürlich auf sich schaut und schaut wo's geht dass man vielleicht präventive Maßnahmen trifft.
00:14:09: was sind denn da Tipps auch Herr Zunek sie eingeschlossen die sie geben würden aus HNO Sicht für gefährdete Berufsgruppen?
00:14:17: Was kann man selber tun?
00:14:18: Es gibt so ein allgemeines Prinzip, das Stopprinzip S für Substitution.
00:14:24: Also ersetzt das betrifft zum Beispiel chemische Belastungen die man vielleicht harmlosere Substanzen hier einführen kann dann technische Maßnahmen am Arbeitsplatz.
00:14:36: Man kann z.B.
00:14:36: die Maschinen kapseln, man kann die Arbeitsorganisation ändern dass die Arbeitszeit im Bereich der Schallbelastung minimiert wird etc.
00:14:48: und dann den persönlichen Gehörschutz, das reicht also von den Schaumstöpseln bis zum Kapselgehörsschutz.
00:14:57: oder wenn es ganz extrem ist wie z.B.
00:15:01: bei Turbinen, Detikate an Turbinen wo dann der Kapselgehörsschutz nicht mehr reicht weil über die Knochenleitung schon so viel Schallbelastung zum Innenohr kommt, wenn Gehörschungshellen.
00:15:15: Was man vielleicht nicht vergessen sollte dass man ja nichts ein ganzes Leben am Arbeitsplatz verbringt sondern das Freizeitverhalten spinnt hier natürlich auch mit.
00:15:27: also Stichwort Diskothek oder die Rave Party da gibt es ganz intensive Schallbelastungen die wahrscheinlich nicht so selten über das Mindestens- oder das Maximalmaß, was zugelassen ist in Ausgehen.
00:15:45: Also die der Freizeitbereich spielt hier auch sicher eine große Rolle, was vor allem bei der budachterlichen Untersuchung natürlich nicht immer leicht zu differenzieren ist, weil es weit scheiben lässt mit dem Beruf.
00:16:01: in der Freizeit.
00:16:03: Aber man kann sich vielleicht selber auch ein bisschen auf die Schulter klopfen und sagen oder an der Nase nehmen, sagt man da eher?
00:16:10: Und dann sich denken naja okay wenn ich schon im Beruf jetzt Lärmbelastung habe, dann muss ich vielleicht nicht auch noch in jede laute Disko gehen weil das wahrscheinlich das ganze langfristig nicht besser machen wird.
00:16:23: Na ja, wenn man jung ist, hat man es gerne lustig.
00:16:26: also als denkt glaube ich niemand der mit in die Disco geht oder Kopfhörer trägt, die natürlich auch eine ziemliche Schallbelastung abgeben können.
00:16:37: Denkt niemand dran, dass man dreißig Jahre später vielleicht deswegen dann ein Hörgerwitz braucht.
00:16:43: Ja stimmt auch wieder!
00:16:44: So ist das Leben.
00:16:47: Abschließend, Herr Prof.
00:16:48: Zuneig vielleicht, dass wir an Sie nochmal das Wort richten gibt es Entwicklungen und neue Erkenntnisse in der Forschung die vielleicht auch in Schutz oder die Behandlung in HNO gefährdeten Jobs künftig verbessern könnten?
00:17:02: Ja so hier möchte ich also besonders auf die Lärmbelastung eingehen.
00:17:07: Es ist ja so, dass man hier Grenzwerte hat, die am Arbeitsplatz eingehalten werden sollen.
00:17:13: die befinden sich so zwischen Achtzig und Neunzig Dezibel Lärmbelastung.
00:17:18: Solche Berufe sind auch gekennzeichnet, das sind entsprechende Informationen hier auszugeben und auch ein Lärmschutz oder einen Gehörschutz bereitzustellen wobei es ja oft so ist dass der
00:17:32: Aus
00:17:32: Bequemlichkeitsgründen nicht getragen wird, also ich glaube es ist ganz wichtig dass man da auch was in jüngeren Jahren einem sicher schwerer fällt.
00:17:41: Rücksicht nimmt das die Rechnung dann im späteren Lauf des Lebens bezahlt wird.
00:17:47: und wenn man halt Symptome merkt wie Verteubung des Ohrs nach der Arbeit oder Ohrgereische oder Schwierigkeiten in der Konversation, im Theater oder im Kino oder im Fernsehen sollte man das ernst nehmen und auch entsprechende Untersuchungen machen.
00:18:05: Und dann sich halt entsprechend dem Ergebnis verhalten und den Lärmschutz besonders korrekt tragen und auch Lärm zu vermeiden in der Freizeit wie schon angesprochen.
00:18:17: aber Es ist auch eine beruhigende Einsicht, dass man festgestellt hat, dass etwa nur ein Prozent aller beruflich exponierten Personen die dem Lärm ausgesetzt sind überhaupt eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln.
00:18:34: Also das ist ein relativ geringer Prozentsatz und es auch von individuellen Empfindlichkeiten und Gegebenheiten ab.
00:18:43: hängig, sodass man eigentlich nicht für jede Person hier schon definitiv voraussagen kann ob jetzt eine Lärmschädigung eintritt oder nicht.
00:18:52: Dafür dann noch was ergänzen als arbeitsmedizinischer Sicht.
00:18:55: es ist ja so dass sogenannte Lernberufe regelmäßig die Teilnehmer und Arbeitnehmerinnen von Lern-Berufen werden wie alle Arbeitnehmer in Österreich arbeits medizinisch betreut.
00:19:11: Es muss jeder Betrieb, der auch nur eine Arbeitnehmer hat, arbeitsmedizinisch betreut werden.
00:19:17: Das ist vielleicht doch nicht ganz uninteressant für die Ärzteschaft, die ja auch Arbeitgeber sein kann.
00:19:25: Praxis zum Beispiel und alle diese Berufe werden arbeits- medizinisch bedroht und hier ist für leermexponierte Personen eine freiwillige regelmäßige Untersuchung möglich Und das sollte auch von den Arbeitnehmern angenommen werden, weil natürlich die Lärmschuhheurigkeit abgesehen vom Knalltraum nicht von einem Tag am anderen kommt.
00:19:48: Sondern sich progressiv über die Jahre entwickelt und man würde bei diesen regelmäßigen Untersuchungen ja sehen hier tut sich ein Schaden am Ohr.
00:19:59: Ja vielen Dank!
00:20:01: Meine Herren, für diese spannenden Einblicke.
00:20:04: Wir nehmen auf jeden Fall mit.
00:20:05: Sie haben es ja gerade noch angesprochen, Herr Prof.
00:20:07: Wolf.
00:20:08: Probleme wie beispielsweise eben Schwerhörigkeit entstehen ja schleichend, gerade eben im Berufsalltag über Jahre.
00:20:16: Umso wichtiger ist es, erste Wahnsignale ernst zu nehmen und frühzeitig gegenzusteuern!
00:20:23: Ich sage danke dass Sie sich die Zeit genommen haben wünsche Ihnen beiden alles Gute.
00:20:28: Danke auch an sie lieber Zuhörerinnen und Zuhäurer fürs erneute Einschalten.
00:20:33: abonnieren sie unseren Podcast im Ohr des Patienten gleich noch auf ihrer Lieblings-Podcast-Plattform, beispielsweise auf Spotify oder auf Apple Podcasts.
00:20:44: Bis zur nächsten Folge bleiben Sie gesund!
00:20:48: Vielen Dank Ihnen beiden!
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